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  • Annette

Wintersonnenwende & Weihnachten


Darüber hinaus ist die größte Person ER ( deutet auf die Sonne). Alles, was in der gesamten Schöpfung passiert, der größte Teil der Energie, die wir erhalten, ist das Feuerelement. Das müssen wir einfangen. Wenn wir die Feuerenergie eingefangen haben, ja, dann können wir befehlen und unser Leben in einer bestimmten schönen Art und Weise leben. Lasst es geschehen – fangt es ein. Sri Kaleshwar


In der Schöpfung dreht sich alles um das Spiel zwischen Licht und Dunkelheit, Leben und Tod. Alles, was in den 5 Elementen existiert, ist mit der Sonne und deren Zyklen und ihrem Gegenpart, dem Mond, verbunden. Ohne die Sonne würde es kein Leben geben. Auf der nördlichen Halbkugel ist morgen der Tag mit der kürzesten Phase an Tageslicht. Die Dunkelheit herrscht vor.


Ohne Dunkelheit kein Licht


Gerade dann, wenn die Dunkelheit am größten ist, kehrt das Licht zurück. Der Wendepunkt ist erreicht. Das kann uns Mut machen, denn es ist das Gesetz in der Schöpfung. Eine Qualität wandelt sich am Punkt ihrer stärksten Ausprägung ins Gegenteil. Alles schwingt zwischen Extremen oder Polen. In der Nacht der Wintersonnenwende kehrt das äußere Licht entsprechend der geänderten Bewegungen der Erde um die Sonne zurück. Von diesem Tag an wird es beständig über die nächsten 6 Monate in seine andere Polarität (dem meisten Licht) am Sommersonnenwendtag wachsen. Die Römer feierten dieses Fest als Triumph des Lichts über alle Dunkelheit -“sol invictus”. Der Winter trägt den neuen Sommer in sich und umgekehrt.


Ohne Polarität keine Schöpfung


In diesem Spiel der Polaritäten liegt große Kreativität. Die Wendepunkte, an denen die Energien umschlagen und sich die Pole treffen, kennzeichnen die Bereiche mit der größten schöpferischen Kapazität und öffnen uns Türen zu einer neuen Realität. Über den Mechanismus von Polarität bringt die Schöpfung neues Leben in Manifestation und dafür braucht es Polaritäten – alles Spielarten des Weiblichen und Männlichen. An ihrem Verschmelzungspunkt entsteht neues Leben.

In der dunkelsten Nacht wird das neue Leben, die Sonne geboren. Das ist es, was wir an Weihnachten feiern. Die Nacht liebt den Tag und der Tag die Nacht, weil sie ohne einander gar nicht existieren würden. Wir kennen nur Tag, weil wir auch Nacht kennen. Das Schöne im Leben kontrastiert sich vor dem Hintergrund des Schmerzhaften besonders stark. So ist Heilung nur dort möglich, wo Unheil ist. Ohne Dornen wäre die Rose nicht das, was sie ist.


Wie der Kern der Frucht aufbrechen muß, damit sein Innerstes Sonnenlicht empfangen kann, so müßt auch ihr den Schmerz erfahren.

Khalil Gibran


Keine Rose ohne Dornen


Mit unserem liebevollen Gewahrsein und unserer Absicht können wir morgen den Grundstein für Neues erschaffen. Eine neue Realität.  Mit offenem Herzen können wir unseren eigenen Schmerz annehmen und erlauben, dass unsere Seele ihre tiefsten Sehnsüchte mitteilt. In diesem Moment des Schmerzes sind wir empfänglich und bereit für Funken des Lichts – es ist der Wintersonnenwende-Punkt in unserer Seele.


Das ist der Beginn von Weihnachten. Das Bewusstsein von Jesus kann uns führen, denn es ist jenseits von Tag und Nacht – es ist die Einheit, das Licht und die wahre Quelle allen Seins. Im Licht und der Wärme dieses Bewusstseins verschmelzen Gut und Böse zu Stille und reinem Gewahrsein. Frieden kehrt ein.


Wir wünschen Ihnen allen einen guten Weg in die Weihe-Nacht!


Constanze & Annette



Grafik: Dr. Constanze Herrmann


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